Wespen als Nützlinge

by Hutzelhof

Liebe Leut’,

gerade im Sommer ist die gefühlte Wespenplage besonders groß. Vor dem süß gedeckten
Frühstückstisch oder einer herzhaft belegten Wurstsemmel machen sie ebensowenig Halt wie
vor Apfelsaftschorle. Trotz aller vermeintlichen Nachteile, die Wespen für uns so mit sich
bringen, sind sie unverzichtbar für unser Ökosystem und - wie wir finden - ein wirkliches
Faszinosum in Gelb Schwarz.

Wie die landläufig sympathischeren Verwandten - Honigbienen und Hummeln
treten Wespen auch als Bestäuber auf. Zudem tragen sie zur Schädlingsbekämpfung bei,
indem sie ihre Larven mit Mücken und Raupen füttern. Ein großes Volk Wespen benötigt
täglich mehrere hundert Gramm Insekten. Untersuchungen belegen, dass 300 Wespen-
arbeiterinnen in sechs Stunden 2500 Fliegen und 650 andere Insekten erbeuten können.
Außerdem sind sie selbst eine schmackhafte Nahrung für Vogelarten wie den
Wespenbussard (wer hätte es gedacht) oder den Neuntöter.

Wespenstaaten überleben nur einige Monate und sterben im Verlauf des Herbstes. Lediglich
die befruchtete Wespenkönigin überlebt den Winter und sucht sich geeignete Nischen oder
Spalten. Sollten Sie ein Wespenest im oder am Haus haben, können Sie es vor dem Winter
entfernen, denn alte Nester werden in der folgenden Saison nicht wieder belegt.

Was tun, wenn man doch mal gestochen wurde? Wenn man nicht allergisch reagiert oder im
Hals- bzw. Rachenbereich gestochen wurde, sind die Stiche an sich unbedenklich. Der alte
Hausmittel-Tip gilt nach wie vor: Saugen Sie den Stich aus und kühlen Sie in anschließend.

Übrigens: Wespen gelten als aggressiv, weil sie nur scharf und in der richtigen Auflösung
sehen können, wenn sie eine Geschwindigkeit erreicht haben. Das wirkt auf uns dann
hektisch und “bedrohlich”.
Weitere interessante Informationen finden Sie unter: www.lbv.de/wespen

 

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